Kommentarfunktion in WP deaktivieren

Via phpMyAdmin kann z.B. in WordPress auf einen Rutsch die Kommentarfunktion deaktiviert werden.

Melde Dich auf phpMyAdmin an und klicke auf den Reiter „SQL“:

die SQL Abfrage funktioniert nach folgendem Schema:

UPDATE tabellenname
SET feldname = replace(feldname, 'suche das', 'ersetzt durch dies')

für unser Beispiel also:
UPDATE yuna7_posts
SET comment_status = replace(comment_status, 'open', 'closed')

ProFTPD auf Debian Stretch (local)

Wer WordPress (z.B. für Entwicklungsarbeiten) lokal auf dem Debiansystem am Laufen hat, benötigt eine gültige FTP-Verbindung um Themes bequem via Dashboard zu installieren oder um WordPress per Mausklick up to date zu halten. Da dies hier nur auf localhost läuft, kann die Warnung: „Unsicherer Server: er unterstützt kein FTP über TLS“ getrost ignoriert werden.

01. Installiere das Paket ProFTPD mit:

# apt install proftpd-basic

02. Wechsle nun in das Verzeichnis von proftpd:

# cd /etc/proftpd

03. Hier erstellen wir einen FTP Benutzer „lightning“

# useradd lightning -d /var/www/html/wordpress -s /bin/false

und weisen lightning das Passwort „finalfantasy“ zu:

# passwd lightning
  Geben Sie ein neues UNIX-Passwort ein: finalfantasy
  Geben Sie das neue UNIX-Passwort erneut ein: finalfantasy
  passwd: Passwort erfolgreich geändert

04. Bearbeite /etc/proftpd/proftpd.conf
Dabei sperren wir lightning in ihr home-Verzeichnis /var/www/html/wordpress ein. Zusätzlich deaktivieren wir hier den Schalter „RequireValidShell“, da unter Punkt 3 dem User keine gültige Shell /bin/false zugewiesen wurde.

Entferne dazu die Kommentarzeichen bei DefaultRoot und RequireValidShell.

# nano /etc/proftpd/proftpd.conf

# Use this to jail all users in their homes
DefaultRoot ~
# Users require a valid shell listed in /etc/shells to login.
# Use this directive to release that constrain.
RequireValidShell off

05. Starte den FTP-Server neu:

/etc/init.d/proftpd restart

06. mit einem FTP-Client kann nun eine Verbindung hergestellt werden.

WordPress auf localhost. Mit ProFTPD können nun bequem Themes via Dashboard installiert werden.

Falls unter WordPress ein Theme (lokal) installiert wird, benötigen wir einen gültigen FTP-User.

Datenrettung (z.B. Bilder) mit foremost

Foremost eignet sich hervorragend, um bereits gelöschte Dateien wieder herzustellen. Folgendes Szenario wird hier angewendet:

Du hast eine HDD, welche bereits gelöscht wurde und welcher zusätzlich ein Dateisystem (z.B. ext4 oder ntfs) zugewiesen wurde. Später bemerkst du, dass sich noch viele Bilder auf der Festplatte befunden haben. Durch das Löschen, bzw. Zuweisen eines Dateisystems sind die Bilder jedoch verschwunden. Was jetzt?
Egal, ob sich die Dateien auf einer externen oder internen Festplatte oder Partition befinden. Wichtig ist jedoch, dass die Partition oder Festplatt NICHT x-mal mit Nullen überschrieben wurde. In diesem Fall macht es keinen Sinn, eine Datenrettung durchzuführen.

Schritt 1
Installiere auf deinem Linuxsystem foremost mit:

# apt install foremost

Schritt 2
Lasse nun foremost laufen. Foremost durchsucht nun das Dateisystem und legt alle gefunden Dateien (hier jpg-Bilder) unter dem Ordner /output ab. Bedenke dabei, dass dies lange dauern kann. Meine 1 TB Festplatte dauerte rund 2.5 Stunden. Dabei fand foremost rund 950’000 Bilder mit einem Volumen von nahezu 85 GB. Prüfe vorher, ob /output also genügend freien Speicher besitzt!

# foremost -t jpg -i /pfad/zur/partition/sdbX
Processing: /pfad/zur/partition/sdbX
|*****************************************************
******************************************************
******************************************************
*****************************************************|

in diesem Beispiel durchsucht foremost also die angeschlossene Festplatte unter /pfad/zur/partition/sdbX und gibt alle gefundenen jpg-Bilder in /output aus. X und der Pfad müssen angepasst werden.

Schritt 3
Da foremost unter root lief, sind wir als normaler Benutzer noch nicht befugt, die gefundenen Bilder zu bearbeiten. Mit:

# chown -c -R BENUTZER /pfad/zu/output/

ändern wir die Rechte so, dass BENUTZER nun ohne root auf die Bilder zugreifen kann.

Schritt 4
Bilder unter 50 kB sind in der Regel Thumbnails oder Icons, welche getrost ignoriert werden können. Da wir jetzt einen Ordner mit vielen Bildern haben, macht es Sinn, einige davon zu löschen. In diesem Beispiel löschen wir alle Bilder unter /output, welche kleiner als 50 kB sind:

find /pfad/zu/output -type f -size -50k -exec rm -f {} \;

Schritt 5
Unser Ordner hat aber immer noch sehr viele Bilder. Versuchen wir den Ordner mit einen Dateimanager zu öffnen, dauert das Erstellen der Vorschaubilder ewig. Nun splitten wir den Ordner /output so auf, dass sich jeweils 1000 Bilder in einem Unterordner befinden.
Erstelle unter /output mit nano eine Datei (z.B. meinscript.sh)

nano meinscript.sh

und füge nun folgenden Code ein:
#!/bin/bash
target="$RANDOM"_"$RANDOM"_"$RANDOM"
mkdir "$target"
mv -t "$target"/ "$@"

das Script muss noch ausführbar gemacht werden mit:

chmod +x meinscript.sh

Mit dem printf-Befehl:

printf "%s\0" *.jpg | xargs -0 -n 1000 ./meinscript.sh

splitten wir nun den gesamten Ordner auf. Dabei landen exakt immer 1000 Bilder in einem entsprechenden Unterodner. Nun können wir die gefundenen Bilder in akzeptabler Zeit durchscrollen.

Hinweis
foremost findet jedoch nicht nur Bilder und ist durchaus in der Lage, weitere Formate zu finden. Dazu einfach den entsprechenden Schalter anwenden. Weiter Infos findest Du hier

foremost -t all -i /pfad/zur/partition/sdbX

Dieser Befehl durchsucht die gesamte Festplatte oder Partition nach allmöglichen Dateien. Doch Vorsicht: unbedingt prüfen, ob /output genügend freien Speicher besitzt. Eine 1 TB Festplatte kann unter Umständen auch knapp 1 TB an Dateien liefern!