Kennst Du dieses Speichermedium noch? Sagenhafte 1.44 MB Daten fasst diese Plastikscheibe. Und sie war alles Andere als ein Flop! Games konnten so schnell und einfach auf dem Pausenhof ausgetauscht werden.
Das Betriebssystem Windows 3.1 kam auf etwa zehn solchen Scheiben daher. Warum ich diesem Ding überhaupt einen Artikel widme? Ganz einfach. Im Jahre 2011 stellte Sony die Produktion dieser Scheiben ein. Ab jetzt ist die Floppy-Disk dann Geschichte!
Per Zufall fand ich beim Aufräumen ein funktionsfähiges Floppy-Disk Drive. Leider konnte das Drive in die neuste Generation der Computer nicht mehr eingebaut werden, da die Anschlüsse schlicht veraltet sind. Was nicht eingebaut werden kann, kann jedoch auseinander geschraubt werden.
Eine Floppy-Disk wurde nicht wie eine Schallplatte oder eine CD spiralförmig ausgelesen, sonder Sektorenweise. Der Schreib- und Lesekopf (A1-A2) wurde durch einen kleinen Motor (B) angetrieben, welche die Magnetscheibe der Floppy-Disk auslas oder eben beschrieb. Das typische Geräusch des Floppy-Drive wurde durch zwei Motoren verursacht. Einen Motor zur vertikalen Ausrichtung des Schreib- und Lesekopfes, und einem Schrittmotor (C), welche die Magnetscheibe rund 300 x pro Minute drehte. Der eigentliche Datenträger war eine gut geschützte, wabblige Magnetscheibe von exakt 86 mm Durchmesser.
In obigem Bild wurde das gesamte Gehäuse des Floppy-Disk Drive entfernt. Gut sichtbar ist nun der obere Schreib- und Lesekopf (A2) und der untere Schreib- und Lesekopf (A1). Die Faszination eines Floppydrive liegt somit in der Einfachheit der Funktion.
Eine Floppydisk zu öffnen war keine schwierige Sache. Die sensible Magnetscheibe war lediglich zwischen zwei schützenden Plastikplatten eingeschweisst. Wer sich über den Aufbau und die Funktion der Floppydisk näher informieren will, schaut am Besten im hier nach.
Nebst dem Floppy-Drive fand ich noch eine HDD von 1994. Auf die Scheibe passten damals gigantische 170 MB an Daten.


