WordPress und Linux

Wer WordPress auf Debian lokal installieren möchte, brauch nicht unbedingt XAMPP. Es geht auch eleganter. Also ab ins Terminal! Eine Sache noch vornweg: Während der Installation vom mysql-server und phpmyadmin werden u.a. Passwörter zur Absicherung verlangt. Schreibe diese Passwörter unbedingt auf!

Dieses Tutorial wurde unter Debian Stretch getestet!

01. zuerst brauchen wir natürlich einen funktionierenden apache2-Webserver. Ein

# apt install apache2

schaufelt uns alle nötigen Pakete auf unser System. # bedeutet, dass diese Befehle als root einzugeben sind und muss natürlich nicht abgetippt werden!
Ob Dein Server rennt, überprüfst Du im Browser Deiner Wahl und tippst
http://localhost ein.
apache2-debian8

02. weiterhin brauchen wir einen mysql-Server. Per

# apt install mysql-server

landen auch diese Pakete auf dem System. Seit Stretch wird hier mit diesem Paket die MariaDB installiert!

03. die Konfiguration über das Terminal bezüglich Datenbank ist ein wenig umständlich. Besserung bringt hier phpmyadmin. Somit installieren wir mit

# apt install phpmyadmin

die grafische Unterstützung zum mysql-Server.

04. Besorge nun die aktuelle Version von WordPress und lade die *.zip Datei auf den Rechner.

05. öffne ein Terminal und wechsle in das Verzeichnis, wo sich die soeben heruntergeladene *.zip Datei befindet. Standartmässig ist dies:

cd Downloads

06. verschiebe das File nach /var/www/html mit

# mv wordpress_VERSION.zip /var/www/html

selbstverständlich muss der Name der *.zip Datei angepasst werden.

07. wechsle nun nach /var/www/html mit

cd /var/www/html

08. und entpacke die Datei mit:

# unzip wordpress_VERSION.zip

09. In diesem Beispiel erstellen wir eine Datenbank und weisen dieser einen Benutzer zu. Werde root und gib mariadb ein. Alternativ funktioniert auch:

mysql -u root -p

damit landest du im typischen MariaDB-Prompt!

root@supertux:~# mariadb
Welcome to the MariaDB monitor.  Commands end with ; or \g.
Your MariaDB connection id is 19
Server version: 10.1.23-MariaDB-9+deb9u1 Debian 9.0

Copyright (c) 2000, 2017, Oracle, MariaDB Corporation Ab and others.

Type 'help;' or '\h' for help. Type '\c' to clear the current input statement.

MariaDB [(none)]>

10. Erstelle eine Datenbank mit dem Namen „wordpress48“

MariaDB [(none)]> CREATE DATABASE wordpress48;

11. Die soeben erstellte Datenbank kann angezeigt werden:

MariaDB [(none)]> SHOW DATABASES;
+--------------------+
| Database           |
+--------------------+
| information_schema |
| mysql              |
| performance_schema |
| phpmyadmin         |
| wordpress48        |
+--------------------+

12. Erstelle einen User „lightning“ mit Passwort „finalfantasy13“

MariaDB [(none)]> CREATE USER 'lightning'@'localhost' IDENTIFIED BY 'finalfantasy13';

13. den soeben erstellten User lassen wir uns anzeigen:

MariaDB [(none)]> SELECT User FROM mysql.user;
+------------+
| User       |
+------------+
| lightning  |
| phpmyadmin |
| root       |
+------------+

14. mit GRANT weisen wir nun die Datenbank „wordpress48“ dem User „lightning“ zu:

MariaDB [(none)]> GRANT ALL ON wordpress48.* TO lightning@localhost IDENTIFIED BY 'finalfantasy13';

ob wirklich alles passt, überprüfen wir mit show grants

MariaDB [(none)]> show grants for 'lightning'@'localhost';
+------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+
| Grants for lightning@localhost                                                                                   |
+------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+
| GRANT USAGE ON *.* TO 'lightning'@'localhost' IDENTIFIED BY PASSWORD '*BEC6B05EB9D5B3B7CD4DC99B14687E89752C8CDB' |
| GRANT ALL PRIVILEGES ON `wordpress48`.* TO 'lightning'@'localhost'                                               |
+------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+

15. mit phpmyadmin kann nun auf die Datenbank per GUI zugegriffen werden. Die Tabellen werden jedoch erst nach der Installation von WordPress erstellt. Im aktuellen Fall wäre die Datenbank noch leer.


16. Im Terminal rufen wir nun

# nano /var/www/html/wordpress/wp-config-sample.php

nano-editiere-config
auf und geben die erforderlichen Daten ein. Obiges Bild ist nur ein Beispiel.
Speichere das File mit CTRL + O unter wp-config.php ab.

17. WordPress kann nun installiert werden.
5-wp-installieren

18. Das war auch schon alles!
5-wp-ist-nun-installiert