Unter der VirtualBox von Oracle werden Festplattenabbilder normalerweise im Format .vdi abgelegt. Dabei landet ein mehr oder weniger riesengrosser "Datenklumpen" als einzige Datei auf der Festplatte. Praktisch wäre es von Linux direkt auf diese Datei zugreifen zu können, ohne das betreffende OS jeweils starten zu müssen...

 

01. Installiere qemu

# apt install qemu

 

02. Nun müssen wir das Modul nbd laden. Der Schalter max_part=16 verweist auf die maximale Anzahl an möglichen Partitionen. Partition 3 befindet sich dann z.B. unter nbd0p3

# modprobe nbd max_part=16

 

03. Jetzt laden wir das .vdi File

# qemu-nbd -c /dev/nbd0 FILENAME.vdi

 

04. und überprüfen, wie viele Partitionen sich nun unter nbd0pX befinden.

ls -l /dev | grep nbd*
nbrw-rw---- 1 root disk 43, 0 Okt 31 11:33 nbd0
nbrw-rw---- 1 root disk 43, 1 Okt 31 11:33 nbd0p1

 

05. die Partition muss noch eingehängt werden:

# mount /dev/nbd0p1 /mnt

das war's bereits. Das .vdi-File kann nun unter /mnt wie ein normaler Ordner behandelt werden. Vergiss nicht am Ende die ganze Geschichte wieder auszuhängen und ggf. das Modul nbd zu beenden:

# umount /mnt
# qemu-nbd -d /dev/nbd0
# rmmod nbd

 

Hinweis:

Falls nbd0p1 nicht angezeigt wird, stelle sicher, dass innerhalb der VM keine Snapshots (also Sicherungspunkte) erstellt wurden. Vielen dank an rendegast aus debianforum.de für den Hinweis