VirtualBox ab Debian Stretch

Ab Debian Stretch finden wir die VirtualBox von Oracle nicht mehr in der Paketverwaltung (apt). Die Software muss über einen anderen Weg installiert werden. Falls Du nicht am Paketmanager vorbei installieren willst, schaue hier nach.

wähle: All distributions (built on EL5 and therefore do not require recent system libraries)

1. Wähle unter Downloads deine Architektur aus und lade das *.run File herunter.

2. führe als root die Datei aus:

sh ./VirtualBox-VERSION-Linux_amd64.run

Das war’s bereits. In der Regel werden sämtliche benötigten libaries mit installiert. Die Dateien landen alle unter /opt wie es sich für ein anständiges Linux auch gehört.

mod_rewrite auf Debian Jessie/Stretch aktivieren

Dieser Beitrag gilt für Debian Stretch. Zudem ist es ratsam, eine info.php anzulegen. Diese Datei erlaubt uns z.B. den exakten Document Root oder die geladenen Module auszulesen.

Schritt 1
Voraussetzung ist ein funktionstüchtiger apache2 Webserver. Dies lässt sich überprüfen, indem im Browser https://localhost eingegeben wird. Du landest nun auf der Apache2 Debian Default Page.

Schritt 2
verfügbare Module befinden sich unter:

/etc/apache2/mods-available

Vereinfacht gesagt müssen wir das Modul rewrite.load nach

/etc/apache2/mods-enabled

kopieren (engl. enabled = freigeben, aktiv). In diesem Tutorial erstellen wir jedoch eine leere Datei rewrite.load und fügen den benötigenden Inhalt ein. Fortgeschrittene User arbeiten jedoch mit SymLink. Diesen Weg lasse ich hier bewusst aus.

mod_rewrite_gui
Zur besseren Verständigung hier das Szenario in einer GUI: unter /etc/apache2/mods-enabled befinden sich alle Module, welche automatisch gestartet werden. Unter /etc/apache2/mods-available befinden sich alle verfügbaren Module. Welche Module tatsächlich geladen sind, kann mit einer info.php abgerufen werden. Infos zur info.php findes Du hier.

Schritt 3
erstelle mit

# nano /etc/apache2/mods-enabled/rewrite.load

eine leere Datei und füge den Inhalt aus:
/etc/apache2/mods-available/rewrite.load
ein

LoadModule rewrite_module /usr/lib/apache2/modules/mod_rewrite.so

und speichere die Datei ab.

Schritt 4
zuletzt editieren wir die Datei /etc/apache2/apache2.config mit

# nano /etc/apache2/apache2.conf

ersetze in dieser Datei alle

AllowOverride None

mit

AllowOverride all

und vergiss nicht, die Datei abzuspeichern.

Schritt 5
starte den Apache2 mit

# /etc/init.d/apache2 restart

neu. Das war’s! Das Modul ist nun geladen und der Server kann nun URL’s manipulieren.

Hinweis
falls Du z.B. unter WordPress lokal entwickeln willst und Permalinks nutzen möchtest, muss zusätzlich unter dem Document Root eine .htaccess Datei mit folgenden Inhalt liegen:

RewriteEngine On
RewriteBase /wordpress/
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /wordpress/index.php [L]