DVD Quelle zu sources.list hinzufügen

wer versehentlich die DVD Quelle aus

/etc/apt/sources.list

nicht nur auskommentiert, sonder auch gelöscht hat, kann diese einfach und schnell wieder einbinden.

Lege dazu die Installations CD oder DVD in das Laufwerk ein und tippe

# apt-cdrom add

Der Rest sollte selbsterklärend ablaufen…

...
Verwendeter CD-ROM-Einbindungspunkt: /media/cdrom/
Einbindung der CD-ROM wird gelöst ...
Warten auf Medium ...
Bitte legen Sie ein Medium in das Laufwerk ein und drücken Sie die Eingabetaste (Enter). 
CD-ROM wird eingebunden ...
Identifizieren ... [a7d342e5ca33d774ea3ca56f3e892747-2]
Durchsuchen des Mediums nach Index-Dateien ...
2 Paketindizes, 0 Quellindizes, 3 Übersetzungsindizes und 0 Signaturen gefunden
Kennzeichnung »Debian GNU/Linux 8.1.0 _Jessie_ - Official amd64 DVD Binary-1 20150606-14:19« gefunden
Dieses Medium heißt: 
»Debian GNU/Linux 8.1.0 _Jessie_ - Official amd64 DVD Binary-1 20150606-14:19«
Reading Package Indexes... Fertig
Reading Translation Indexes... Fertig
Schreiben der neuen Quellliste
Quelllisteneinträge für dieses Medium sind:
deb cdrom:[Debian GNU/Linux 8.1.0 _Jessie_ - Official amd64 DVD Binary-1 20150606-14:19]/ jessie contrib main
Einbindung der CD-ROM wird gelöst ...
Wiederholen Sie dieses Prozedere für die restlichen Disks Ihres Satzes.

GRUB reparieren (EFI-Modus)

error: no such partition.
Entering rescue mode...
grub rescue> _

falls Du diese Meldung auf Deinem Debiansystem bekommst, hast Du den Grub-Bootloader zerschossen. Jetzt wird es an der Zeit, die Installations-CD von Debian einzusetzten.
Lege die CD ein und wähle dann im Installationsmenü

Advanced option > Rescue mode

Vorsicht! Bevor Du jetzt Befehle kopierst, bedenke dass sich dieses Beispiel auf folgendes Szenario bezieht:

  • es existiert eine separate EFI-Systempartition /boot/efi auf /dev/sdb1
  • es existiert zusätzlich eine /boot Partition auf /dev/sdb2
  • die Root-Partion / befindet sich auf /dev/sdb3
  • die /home Partition liegt hier auf /dev/sdb4

Du solltest Dein System kennen, bevor Du dich an die Reparatur von Grub wagst. Hier noch die Ausgabe von lsblk, auf welches sich dieses Beispiel bezieht!

# lsblk
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda      8:0    0 931.5G  0 disk 
└─sda1   8:1    0 931.5G  0 part
sdb      8:16   0 232.9G  0 disk 
├─sdb1   8:17   0    47M  0 part /boot/efi
├─sdb2   8:18   0   238M  0 part /boot
├─sdb3   8:19   0  55.9G  0 part /
├─sdb4   8:20   0 111.8G  0 part
└─sdb5   8:21   0   8.8G  0 part
sr0     11:0    1   3.7G  0 rom 
20150712_160621
Advanced otions …
20150712_160632
… Rescue mode

Dieser Rettungsmodus wird Dir ganz oben links angezeigt! Gehe nun folgendermaßen vor:

  • Sprache, Land und Ort wählen
  • Netzwerkkarte wählen (Kabel/WLAN)
  • Rechnername wählen
  • Domain-Name wählen
  • root-Dateisystem wählen

das Wählen des richtigen Root-Dateisystems  ist enorm relevant! Falls Du das falsche Root-Dateisystem wählst, führt dies unweigerlich zu einer Fehlermeldung. 

Geben Sie ein Gerät ein, das Sie als Root-Dateisystem verwenden möchten.
Sie können zwischen verschiedenen Rettungsoptionen auswählen, die auf dieses
Dateisystem angewendet werden soll.

Wenn Sie kein root-Dateisystem auswählen, steht Ihnen eine reduzierte Auswahl
an Operationen zur Verfügung, die ohne root-Dateisystem ausgeführt werden
können. Dies könnte nützlich sein, falls Sie ein Problem mit der
Partitionierung beheben müssen.

Gerät, das als Root-Dateisystem verwendet wird:

                                /dev/sda1
                                /dev/sdb1
                                /dev/sdb2
                                /dev/sdb3
                                /dev/sdb4
                                /dev/sdb5
                                RAID-Array assemblieren
                                Kein Root-Dateisystem verwenden

falls /boot auf / liegt, ist das Einbinden von /boot nicht nötig!

Das installierte System nutzt scheinbar eine separate /boot-Partition

Es ist normalerweise eine gute Idee, sie einzubinden, da sie so die
Möglichkeit haben, Operationen wie das Neuinstallieren des Bootloaders
durchzuführen. Wenn allerdings das Dateisystem auf /boot beschädigt
ist, sollten Sie eventuell davon absehen, sie einzubinden.

Separate /boot-Partition einbinden?

Klicke nun auf „Eine Shell in /dev/sdXY ausführen“

Rettungsaktion

   Eine Shell in /dev/sdb3 ausführen
   Eine Shell in der Installer-Umgebung ausführen
   Den GRUB-Bootloader neu installieren
   GRUB-Installation in den EFI-Wechseldatenträgerpfad erzwingen
   Ein anderes Wurzeldateisystem wählen
   System neu starten

wir befinden uns nun in der Shell der Rettungsaktion.
Installieren nun das Paket grub-efi

# apt-get install grub-efi

und binde die EFI-Bootpartition ein.

# mount /dev/sdb1 /boot/efi

Installiere jetzt den Bootloader in das Wurzelverzeichnis

# grub-install /dev/sdb3

und führe zur Sicherheit noch ein update-grub aus.

# update-grub

Verlasse die Shell mit

# exit

klicke nun auf System neu starten

Hier die Ausgabe der Shell, auf welches sich dieses Beispiel bezieht:

# grub-install /dev/sdb3
Installing for x86_64-efi platform.
Installation beendet. Keine Fehler aufgetreten.
# update-grub
Generating grub configuration file ...
Found background image: /usr/share/images/desktop-base/desktop-grub.png
Linux-Abbild gefunden: /boot/vmlinuz-4.0.0-2-amd64
initrd-Abbild gefunden: /boot/initrd.img-4.0.0-2-amd64
Adding boot menu entry for EFI firmware configuration
erledigt
# _

Firefox in Debian installieren

Icedove bietet eine sensationelle Alternative zum Browser Firefox. Wer jedoch (aus was auch für Gründen) auf den orangen Fuchs nicht verzichten möchte, kann den bekannten Browser unter Debian ganz einfach nachrüsten:

01. öffne die

etc/apt/sources.list

und trage folgendes ein:
deb https://packages.linuxmint.com debian import

02. beim Aktualisieren der neuen Paketquelle wird nun ein Fehler ausgegeben:

[...]
Holen: 30 https://packages.linuxmint.com debian/import amd64 Packages [55.4 kB]
Ign https://packages.linuxmint.com debian/import Translation-de_CH
Ign https://packages.linuxmint.com debian/import Translation-de
Ign https://packages.linuxmint.com debian/import Translation-en
Es wurden 582 kB in 4 s geholt (128 kB/s).
Paketlisten werden gelesen... Fertig
W: GPG-Fehler: https://packages.linuxmint.com debian Release: Die folgenden Signaturen
konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar
ist: NO_PUBKEY 3EE67F3D0FF405B2

03. füge den Wert unter NO_PUBKEY mit folgenden Befehlen dem Paketmanager hinzu

# gpg --keyserver pgpkeys.mit.edu --recv-key  3EE67F3D0FF405B2
# gpg -a --export 3EE67F3D0FF405B2 | apt-key add -

und aktualisieren mit

# apt-get update

04. Firefox kann nun installiert werden:

# apt-get install firefox
# apt-get install firefox-l10n-de

PS: das Installieren von Thunderbird geht übrigens analog der Installation von Firefox!